Walter Kaufmann - Welch ein Leben!

Sondervorführung in Schleswig im Capitol Filmpalast am Mittwoch 11.10.23 um 19.30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies. In Zusammenarbeit mit Partnerschaft für Demokratie im Kreis Schleswig-Flensburg. Zusätzliche Schulvorführungen im Kino am 12.10.23 mit Regisseur Capitolplatz 4, 24837 Schleswig

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Der Film beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, und der selbst durch den Kindertransport nach England gerettet wurde. Romanautor, Seemann, Korrespondent und politischer Aktivist: im Leben des in Berlin geborenen und am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich auf einzigartige Weise historisch bedeutende Ereignisse wider. Er war ein Mann, der die Welt begreifen, beschreiben, verändern wollte. Nach langen Jahren des Exils in Australien entschied er sich bewusst 1956 für ein Leben in der DDR. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als wahrer Kosmopolit die ganze Welt. Der Film folgt seinen wesentlichen Lebenslinien: den katastrophalen Folgen des Nationalsozialismus, der Bürgerrechtsbewegung in den USA, dem Prozess gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, den Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, dem Zusammenbruch der DDR. Alles Themen, die uns bis heute beschäftigen. Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen den erschreckenden Rechtsruck sowie zunehmenden Rassismus und Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Es ist tröstlich, dass als Vermächtnis dieses großen Zeitzeugen nicht nur seine Bücher, sondern auch der Dokumentarfilm bleiben werden, die alten und jungen Zuschauer:innen in ihren Bann ziehen.

www.walterkaufmannfilm.de

 

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

FFA und Kurt und Hildegard Löwenstein/Losten Stiftung

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V

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