
Download des Offenen Briefes

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der Unter- stüt- zungs- erklärung
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Reaktionen der Rechtsextremen
In der vergangenen Woche haben die DVU und die
NPD reagiert.
Es erfolgte eine presserechtliche Abmahnung und
Klageandrohung gegen Hans-Jochen Tschiche. Am 24.02.07
traf ein Fax des Rechtsanwaltes von der NPD ein.
Wir sollten dadurch unsere Initiative nicht behindern lassen.
Offener Brief an die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
Wahlmüde sein - das ist möglich. Gründe gäbe es einige. Aber es ist auch
sehr gefährlich. Deshalb soll dieser Brief darum werben, trotz mancher Bedenken unbedingt
zur Wahl zu gehen. Alles andere würde nur die Rechtsextremen in unserem Land stärken.
Und das wäre ein großer Schaden für uns alle. Denn wenn am 22. April 2007
in Sachsen-Anhalt in neun Landkreisen und in Dessau-Roßlau Wahlen für die Kreistage und für den
Stadtrat stattfinden, dann werden sich die Herren und Damen von NPD und DVU und die rechtsextremen
Kameradschaften auf alle Fälle ins Zeug legen. Sie werden um Vertrauen werben und sich
sozial und solidarisch geben.
Warum sie so gefährlich sind? Sie sind gefährlich für Deutschland und für unser
Bundesland, weil sie das gesellschaftliche und politische Klima durch Lügen und populistische
Parolen vergiften, weil sie immer wieder durch menschenverachtende Parolen und gewalttätige
Übergriffe – auf Ausländer, aber auch auf Behinderte und Andersdenkende – auffällig
geworden sind, weil sie der Wirtschaft schaden und Arbeitsplätze vernichten, indem sie
Investoren vergraulen oder abschrecken. Die Zeitungen sind voll von ihren Untaten und sie zeigen,
welch Geistes Kind sie sind.
Wir sollten wissen, wohin das in Deutschland geführt hat. Die Arbeitslosen verschwanden nach
1933, weil ihre Arbeitskraft missbraucht wurde, um den Krieg vorzubereiten. Nicht einen Schritt
breit darf man den rechtsextremistischen Parteien entgegen gehen, die sich die verbrecherische
Zeit des Nationalsozialismus schön reden und gegenüber unserer Geschichte blind sind.
Darum ist es wichtig, dass sich möglichst viele Wählerinnen und Wähler die Mühe
machen, und zur Wahl gehen, um einer der demokratischen Parteien oder Wählergemeinschaften ihre
Stimme zu geben.
In einem Land, in dem es viel mehr Auswanderer als Einwanderer gibt, in dem Ausländer mehr Steuern
zahlen als der Staat für bedürftige Ausländer ausgibt, in dem Wohnungen auf Bewohner
warten und wir alle Weltoffenheit und Demokratie brauchen wie das tägliche Brot, in einem solchen
Land wären Wahlerfolge von rechtsextremen Parteien Gift. Vergessen Sie nicht, die letzte Wahl der
NS-Zeit war am 5.März 1933. Dann hatte niemand mehr die Wahl.
Lassen Sie uns das nicht vergessen, nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und schließen Sie sich unserer Initiative an!
Sachsen-Anhalt, Februar 2007
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Erstunterzeichner
- Hans-Jochen Tschiche,
Vorsitzender Verein "Miteinander e.V."
- Waltraut Zachhuber,
Superintendentin i.R.
- Brigitte Andrae,
Präsidentin des Kirchenamtes EKMD
- Klaus Breymann,
Staatsanwalt
- Norbert Doktor,
Vorsitzender Presseclub Magdeburg e.V.
- Udo Gebhardt,
Vorsitzender DGB Sachsen-Anhalt
- Prof.Dr. Andreas Geiger,
Rektor Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)
- Klemens Koschig,
Bürgermeister Roßlau
- Uta Leichsenring,
Leiterin der Außenstelle Halle/S. der BStU
- Annette-Christine Lenk,
Superintendentin Merseburg
- Prof.Dr. Klaus Pollmann,
Rektor „Otto-von-Guericke-Universität“ Magdeburg
- Albrecht Steinhäuser,
Beauftragter der Ev. Kirchen in Sachsen-Anhalt
- Erich Wasserthal,
Bürgermeister Gemeinde Sülzetal
- Gerhard Zachhuber,
OKR i.R.
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